Krieg in der Ukraine verschärft Notlagen weltweit

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Der Krieg in der Ukraine betrifft nicht nur die Menschen vor Ort - sondern hat gleichzeitig dramatische Folgen weltweit. Neben den Millionen Kriegsflüchtlingen, die großes Leid erfahren, hat das Geschehen auch auf weitere globale Brennpunkte drastische Auswirkungen und verschärft humanitäre Notlagen. Ein Grund dafür: Die Ukraine und Russland gehören zu den wichtigsten Exporteuren für Weizen, Gerste, Sonnenblumen und Mais. Länder wie Somalia, Libanon und Jemen wiederum sind stark von Weizenimporten aus Russland und der Ukraine abhängig. Dass diese Lieferungen jetzt infolge des Krieges ausbleiben, bedroht die Existenz von Millionen Frauen, Männern und Kindern.

Drastische Folgen durch Explosion der Nahrungsmittelpreise
Die explodierenden Weltmarktpreise für Weizen verschärfen die Lage zusätzlich, denn dadurch wird das Grundnahrungsmittel für Millionen Menschen in den ärmsten Ländern der Welt unbezahlbar. Zudem können im Rahmen humanitärer Hilfe wegen der Rekordpreise für das gleiche Geld weniger Nahrungsmittel gekauft werden. Diese Zusammenhänge treffen vor allem Länder, in denen Hilfsmaßnahmen ohnehin bereits chronisch unterfinanziert sind. Angesichts dieser Herausforderungen sind Hilfsorganisationen etwa aus dem Bündnis "Aktion Deutschland Hilft" nicht nur in der Ukraine, sondern auch weiterhin in Afrika und Ländern wie Jemen, Afghanistan und Syrien tätig. "Die Ukraine-Hilfe ist ein Gebot der Menschlichkeit. Doch ebenso ist es eine Frage der Gerechtigkeit, die Ärmsten und Schwächsten in anderen Teilen der Welt nicht zu vergessen, deren Leben von Hunger bedroht ist", betont Manuela Roßbach, Vorständin von "Aktion Deutschland Hilft".

Globale Hungerkrise spitzt sich zu
Aktuell stehen bereits 45 Millionen Menschen in 43 Ländern kurz vor einer Hungersnot, warnt das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen. Allein am Horn von Afrika seien 13 Millionen Menschen von akutem Hunger bedroht. Die Hilfsorganisationen arbeiten teilweise bereits seit vielen Jahren vor Ort und wissen daher genau, wo sie am effektivsten tätig werden können. Jede einzelne Spende hilft dabei. Wer noch mehr tun möchte, kann beispielsweise Familie, Freunde und Kollegen ebenfalls um finanzielle Unterstützung bitten. Auch ein Aufruf in sozialen Medien kann hilfreich sein. Eine weitere Idee: Beim nächsten Geburtstag oder Familienfest gezielt auf Geschenke verzichten und stattdessen um eine Spende bitten. Weitere Anregungen dazu gibt es unter www.aktion-deutschland-hilft.de. Mit Spenden über das Stichwort "Nothilfe weltweit" können die Bündnisorganisationen Menschen in akuter Not helfen - und zwar dort, wo die Hilfe gerade am dringendsten benötigt wird.

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